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Was ist Atemgasbefeuchtung?
Unter dem Begriff "Atemgasbefeuchtung" ist eine Methode zur künstlichen Erwärmung und Befeuchtung des Atemgases von maschinell beatmeten Patienten zu verstehen.
Wann ist eine Atemgasbefeuchtung notwendig?
Wird ein Patient über längere Zeit beatmet, müssen zwingend Maßnahmen zum Ausgleich des Wärme- und Feuchtigkeitsverlustes getroffen werden.
Atemgasbefeuchtung während der nicht-invasiven Beatmung
Bei der nicht-invasiven Beatmung (z.B. Atemmaske) werden teilweise unnatürlich hohe kontinuierliche Gasflüsse eingeleitet (z.B. CPAP). Durch die verstärkte Mundatmung und die permanent zugeführten kühlen Atemgase trocknen langfristig die oberen Atemwege aus. Dies kann schmerzhaft entzündete Schleimhäute und Blockierungen durch Sekretstau verursachen. Durch eine kontinuierliche Zufuhr von warmen Atemgasen wird einer schmerzhaften Begleiterscheinung vorgebeugt.
Atemgasbefeuchtung während der invasiven Beatmung
Bei der invasiven Beatmung (Intubation oder Tracheotomie) werden die oberen Atemwege komplett umgangen und können ihre natürliche Funktion der Atemgaskonditionierung (Erwärmung, Befeuchtung und Reinigung des inspirierten Atemgases) nicht mehr ausüben. Die Atemgaskonditionierung wird dann ausschließlich auf die unteren Atemwege verschoben, welche aber die notwendige Befeuchtungs-, Erwärmungs- und Reinigungsleistung alleine nicht erbringen kann. Eine Beatmung mit kalten und trockenen Atemgasen bewirkt innerhalb kürzester Zeit einen immer zäher werdenden Schleim auf dem respiratorischen Epithel. Dies kann schwerwiegende Folgen haben:
- Beeinträchtigung der Zilienfunktion durch zähen Schleim und anschwellende Schleimhäute
- Zunahme des Atemwegswiderstands und Abnahme der Compliance durch steigenden Sekretstau
- Gefahr einer Atelektasenbildung wegen reduzierter Surfactantaktivität
- Erschwerung des Gasaustausches in der Lunge
- Erhöhte Anfälligkeit für pulmonale Infektionen
Atemgasbefeuchtung bei Frühgeborenen
Frühgeborene sind gegenüber derartigen Komplikationen besonders gefährdet. Ab der 24. Schwangerschaftswoche sind sie zwar bereits überlebensfähig, aber ihre Lungen, der Bronchialbaum und die mukoziliäre Clearance sind noch extrem unterentwickelt. Darüber hinaus müssen sie sich unverzüglich einer kühleren und trockeneren Umgebung anpassen. Selbst nach der Geburt ist die ontogenetische Entwicklung noch nicht abgeschlossen. Um einer Austrocknung oder Verhärtung der Lunge vorzubeugen, ist bei der Beatmung von Früh- und Neugeborenen eine optimale Atemgasbefeuchtung zwingend notwendig.
Unsere Lösung für Sie
Der WILAmed Atemgasbefeuchter PMH5000 samt Zubehör (z.B. Schlauchsysteme, Befeuchterkammern, Haltevorrichtungen etc.) ist eine effektive Gesamtlösung zur optimalen Atemgasbefeuchtung von maschinell beatmeten Patienten. Durch die Erwärmung und Befeuchtung des Atemgases wird die natürliche Reinigungsfunktion der Lunge, die mukoziliäre Clearance, unterstützt. Die Gefahr von pulmonalen Infektionen oder einer Schädigung des Lungengewebes wird somit effektiv reduziert.
Fachliteratur zum Thema
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